Schulprogramm:

Seit 2008 bietet die Anne-Frank-Gesamtschule im Turnus von zwei Jahren eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz an.

An dieser Fahrt können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11/EF und 12/Q1 teilnehmen.

Die Fahrt findet jeweils in der letzten Woche vor den Sommerferien statt und wird durch drei KollegInnen begleitet.

Auf dem Plan stehen Führungen durch die Stammlager I und II (Birkenau), ein Gespräch mit einem oder mehreren noch lebenden Zeitzeugen sowie eine Exkursion nach Krakau.

Untergebracht ist die Gruppe im „Zentrum für Dialog und Gebet“, einem Tagungshaus in der Nähe des Stammlagers I.

Die Schülerinnen und Schüler erwartet eine anstrengende, aber sehr interessante und eindrucksvolle Reise, die allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dauerhaft  in Erinnerung bleibt.

In jedem Jahr findet in der Woche vor den Herbstferien die fünftägige Studienfahrt der Q2 nach Berlin statt. Zusammen mit dem Gustav-Stresemann-Institut Bonn planen die Tutorinnen und Tutoren der Jahrgangsstufe eine Fahrt, die einen geschichtlichen und politischen Schwerpunkt hat und insofern den Anforderungen an die Bildung interessierter und mündiger junger Menschen und andererseits dem Namen der Schule gerecht wird.

Die Schülerinnen und Schüler besuchen gemeinsam den Reichstag und wohnen dort einer Sitzung des Bundestages bei. Eine gemeinsame Stadtrundfahrt hilft bei der Orientierung in der Hauptstadt und ist auch eine gute Grundlage für die Gestaltung der frei zur Verfügung gestellten Zeit.

In Gruppen besuchen die Schülerinnen und Schüler wichtige geschichtliche Stationen: das Mauermuseum, das jüdische Museum sowie die ehemalige Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR, die Gedenkstätte Hohenschönhausen. Sie können dabei die Schwerpunkte der Führungen in den einzelnen Museen wählen.

Als angehende Abiturientinnen und Abiturienten sind sie angehalten, sich mit der deutschen Geschichte und mit dem Bezug der Namensgeberin unserer Schule auseinander zu setzen. Auf diese Weise stärkt die Fahrt nicht nur das Zusammengehörigkeitsgefühl der Stufe für den letzten Teil der Schulzeit, sondern wird auch zu einem außerschulischen Lernort, der einen Beitrag für die Reifung und das gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein der jungen Erwachsenen leistet.

Die AFG hat den Anspruch, keine Schülerin und keinen Schüler zurückzulassen. Dafür werden die geltenden Bausteine des Programms Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA) (www.keinabschlussohneanschluss.nrw.de) und KAoA-STAR, mit „schuleigenen“, zielgerichteten Schritten zur Berufsfindung kombiniert und im Berufswahlpass der Schüler*innen dokumentiert…

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Am dritten Bildungspartnertag der Akademie Vogelsang IP am 16. November 2017 hat die Anne-FrankGesamtschule die bereits seit zwei Jahren existierende Bildungspartnerschaft nun auch offiziell besiegelt.

Das Bildungsprogramm der Akademie Vogelsang IP ist Teil der Transformation der ehemaligen NSErziehungsstätte zu einem von Offenheit und Toleranz geprägten Internationalen Platz im Nationalpark Eifel – Akademie Vogelsang IP. Es stellt einen vielfältigen Erfahrungsraum des exemplarischen Lernens und Erlebens dar. Jugendliche werden sensibilisiert und motiviert, eine eigenverantwortliche Position in der demokratischen Gesellschaft zu finden. Bei dieser Kompetenzförderung ergänzen sich historischer Lernort und Schule in idealer Weise.

Durch eine systematische und auf Dauer angelegte Kooperation zwischen der Akademie Vogelsang IP und der Anne-Frank-Gesamtschule wird somit eine strategische Bildungspartnerschaft etabliert. Vordringliches Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung und Förderung der Geschichts-, Gegenwarts- und Zukunftskompetenz von Schülerinnen und Schülern, die zur aktiven Teilhabe an den Angeboten der Geschichts- und Erinnerungskultur befähigen Die Akademie Vogelsang IP als außerschulischer Lernort ist dabei ein wichtiger Partner für die Schule.

Die vereinbarte Kooperation zwischen der Schule und der Akademie Vogelsang IP umfasst folgende Aktivitäten:

* Regelmäßige Veranstaltungen für die Jahrgangsstufe 9

* Projekttage im Rahmen der Coach-Ausbildung von Schülerinnen und Schülern der EF für die Anne-Frank-Woche

* Zusammenarbeit mit Projektkursen der Schule in der Anne-Frank-Woche am außerschulischen Lernort

* Gemeinsame Teilnahme an Geschichtswettbewerben

* Teilnahme am Bildungspartner-Tag der Akademie Vogelsang IP

* Unterstützung von Facharbeiten und Schülerpraktika

* Lehrerfortbildungen

Schulpartnerschaft mit dem Collège Pierre Brossolette in Noyelles sous Lens:
Deutsch-Französisches Zirkusprojekt
Das deutsch-französische Zirkusprojekt der Anne-Frank-Gesamtschule Düren und des „Collège Pierre Brossolette, Noyelles-sous-Lens“, wurde 2011 ins Leben gerufen und findet seitdem jeweils im Mai im jährlichen Wechsel in Deutschland/ Köln (ungerade Jahre) und Frankreich/ Lille (gerade Jahre) statt.
Die Organisation und Durchführung des vom Deutsch-Französischen Jugendwerk geförderten Projekts erfolgt in Kooperation mit dem „Zirkus- und Artistikzentrum“ (ZAK) in Köln-Riehl sowie dem „Centre Régional des Arts du Cirque (Crac)“ in Lomme/ Lille.
Teilnehmen können pro Jahr insgesamt 50-52 Schülerinnen und Schüler beider Schulen, schwerpunktmäßig der Jahrgange 6 und 7, in begründeten Fällen und bei entsprechenden Plätzen auch aus den Jahrgängen 5 und 8. Schülerinnen und Schüler, die Französisch bzw. Deutsch als 2. Fremdsprache gewählt haben, werden vorrangig berücksichtigt, grundsätzlich steht das Projekt aber allen Zirkusinteressierten der genannten Jahrgänge offen. Zirzensische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Während der 8-tägigen Campwoche sind beide Gruppen gemeinsam, d.h. in bi-nationalen Zimmern, in der Jugendherberge Köln bzw. Lille untergebracht. Das Programm umfasst i.d.R. 4 – 6 Stunden tägliches Zirkustraining unter Anleitung von professionellen Zirkustrainern, bei dem die Teilnehmer an den ersten beiden Tagen zunächst einmal die verschiedenen Zirkusdisziplinen kennenlernen und ausprobieren können und sich dann für eine Disziplin entscheiden, die sie intensiv trainieren wollen. Hierbei wird grundsätzlich in alters- und nationalitätsgemischten Kleingruppen gearbeitet, um ein intensives Miteinander und einen beständigen Austausch zu ermöglichen. Ergänzt wird die Arbeit an den eigentlichen Zirkusnummern durch regelmäßige Übungen zur szenischen Darstellung und Improvisation. Darüber hinaus finden neben Ausflügen in Köln bzw. Lille täglich gezielte Sprachanimationseinheiten statt, die entweder in das Trainingsprogramm integriert oder gesondert von DFJW zertifizierten Sprachanimateuren durchgeführt werden. Diese umfassen neben Übungen zum Kennenlernen, zur spielerischen Kontaktaufnahme sowie zur Kommunikation ‚ohne Worte‘ auch solche, die den Kindern ein Grundvokabular in der jeweiligen Fremdsprache vermittelten – etwa Zahlen, Körperteile, Redewendungen zur Kontaktaufnahme, Höflichkeitsformen, gängiges Zirkusvokabular – und ihnen Wege aufzeigen, Sprachlücken geschickt zu überbrücken.
Den Höhepunkt der Woche bilden in jedem Jahr die große Abschlussvorstellung im Zirkuszelt, bei der die jungen Artisten Gelegenheit haben, Eltern, Geschwistern, Lehrern, Mitschülern und Freunden ihr Können zu präsentieren, sowie die anschließende Abschlussparty, bei der der gemeinsame Erfolg gebührend gefeiert werden kann – selbstverständlich stilecht im Zelt.
Neben der Verbesserung und Erweiterung der Fremdsprachenkenntnisse durch den intensiven Austausch mit Gleichaltrigen sowie der Aktivierung und Förderung individueller Ausdrucksformen und Talente durch die Vielfalt der zirkuspädagogischen Arbeit, ist es vorrangiges Ziel des Projektes, die Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage von Respekt, Toleranz und gegenseitigem Vertrauen im interkulturellen Kontext handlungsfähig zu machen.

Ein Erfolgsprojekt ohne Beispiel!

Wir haben nur eine Welt – lasst sie uns fair ändern!

Im Rahmen eines Pilotprojektes „Schulseelsorge“ wurde 1991 das Projekt des Eine- Welt- Ladens an der AFG begonnen. Schüler*innen setzten sich mit Problemsituationen der „Entwicklungsländer“ auseinander, fanden Kontakt zu Hilfsorganisationen und lernten Möglichkeiten der konkreten Unterstützung von Hilfsprojekten kennen. Das Kollegium erkannte die Möglichkeit, mit diesem Projekt Unterrichtsinhalte zu verknüpfen und handlungsorientiert zu arbeiten (im GL Unterricht oder in SoWi / SII).

Im Jahrgang 6 wurde das Thema „Eine Welt; Menschen verlassen ihre Heimat“ als verbindlich für den fächerübergreifenden Unterricht festgelegt. Förderunterricht mit dem Schwerpunkt „Eine – Welt“ wurde ab Jahrgang 6 eingerichtet.

1995 wurde das EWE gegründet und 1996 der erste Eine – Welt – Laden an einer Schule in Nordrhein-Westfalen eingeweiht. Nur fair gehandelte, ökologisch vertretbare oder aus Sambia stammende Produkte werden dort angeboten. 1997 begann der Austausch junger Menschen nach dem Abitur/nach der Ausbildung vom EWE im Rahmen des „Sozialen Dienstes für Frieden und Versöhnung“ (SDFV) der Diözese Aachen an der AFG. Junge Menschen sollten die Gelegenheit haben, in Sambia für ein Jahr in Familien mit Jugendlichen zu leben und zu arbeiten, eine neue Kultur kennen zu lernen, ihre Erfahrungen in der EWE – Zeitung einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen (auch um Sponsoren zu akquirieren), nach der Rückkehr in Schulen von ihren Erlebnissen zu berichten und so neue Jugendliche zu gewinnen. Im Jahr 2000 kamen zum ersten Mal drei sambische Jugendliche für ein Jahr zum Austausch nach Deutschland, nahmen am unterrichtlichen Geschehen und privaten Leben der Jugendlichen teil. Seitdem gibt es jährlich gegenseitigen Austausch und die Erfahrungsbereiche wurden auf soziale Einrichtungen wie Krankenhaus, Seniorenheim bzw. Kita ausgeweitet.

Im Profilunterricht (zweistündig pro Woche) wurde ein Kurs zum Thema „Eine Welt“ eingerichtet, in dem konkrete Einweisung in Ladenarbeit, Verständnis für Zusammenhänge von fair bzw. Profit gesteuertem Warenhandel, Welthandels-bedingungen, Kulturvielfalt und Projekte in Sambia Lerninhalte sind.

Der Verein Eine – Welt – Engagement e.V. hat mittlerweile viele Mitglieder und engagiert sich überregional in verschiedenen Bereichen. Daher hat die Anne-Frank Gesamtschule ihren eigenen Verein innerhalb des großen EWE gegründet in Besinnung auf die ihr eigenen Aufgaben (s.o.).

Die EWE-Fördergruppe
Im Jahrgang 6 ist im Rahmen des Förderunterrichts eine „Eine-Welt-Gruppe“ eingerichtet. Die Schülerinnen und Schüler werden in einer Wochenstunde auf ihre Aufgaben im „Eine-Welt-Projekt“ vorbereitet.

Der Unterricht hat insgesamt drei Schwerpunkte:
1.Vermittlung von Kenntnissen über die Lebensbedingungen von Menschen in Ländern mit niedrigem Bruttoinlandsprodukt. Hierzu gehören insbesondere Inhalte, die die Lebensbedingungen von Menschen in Afrika, vor allem in Sambia verdeutlichen. Dazu zählen Informationen über die Geschichte des Landes, die Kultur, den Umgang mit Rohstoffen, z.B. Wasser und das alltägliche Leben.

  1. Vorbereitung auf die Arbeit im „Eine-Welt-Laden“. Das bedeutet, die Schüler und Schülerinnen erhalten zuerst eine „Produktschulung“. Sie lernen die im Laden angebotenen Produkte kennen, erfahren etwas über verwendete Rohstoffe sowie die Produktionsbedingungen. Danach erfolgt eine Einführung in grundlegende betriebswirtschaftliche Kenntnisse und zuletzt eine Verkaufsschulung.
  2. Arbeit im „Eine-Welt-Laden“. Hierzu gehört die Anwendung der gelernten Kenntnisse. Dazu zählen Lagerhaltung, Verkauf mit Preisgestaltung, Produktinformation, Werbung und Präsentation der Produkte, sowie Kassenführung und die Erstellung von Haushaltsplänen.

Die erworbenen Kenntnisse wenden die Schülerinnen und Schüler während der Öffnungszeiten des Ladens an.

Mehrmals im Jahr präsentiert sich das Projekt mit dem Angebot des Ladens:

Schulintern erfolgt die Präsentation bei sämtlichen Veranstaltungen mit Besuchern, wie z.B. Sprech- und Informationstage, Tage der offenen Tür, Feste und Feiern.

Außerhalb der Schule ist der Laden in der Stadt zum  Weihnachtsmarkt und anderen Ereignissen präsent.

Hinzu kommen „Sonderaktionen“ im Verlauf des Schuljahres. Der neuen 5.Jahrgangsstufe wird ein „Startset“ angeboten, bestehend aus Heften Stiften und Zeichenblock. Die LehrerInnenküche wird mit Kaffee beliefert.

In der Gymnasialen Oberstufe besteht die Möglichkeit, sich auf einen einjährigen Aufenthalt in Sambia (südliches Afrika) vorzubereiten. Nach dem Abitur können jedes Jahr Jugendliche im Rahmen des SDFV – Sozialer Dienst für Frieden und Versöhnung ein Jahr in Sambia verbringen. Für Jungen und Mädchen stehen drei Plätze für ein freiwilliges soziales Jahr zur Verfügung. Nach ihrer Rückkehr aus Afrika sind die Jugendlichen gern gesehene Gäste der Schule und helfen bei Besuchen im Unterricht.

In den Jahrgangsstufen 5+6 fördern und fordern wir die Schülerinnen und Schüler über den Unterricht hinaus im Bereich „Sprache“.
Grundgedanke in allen Kursen ist, dass die Sprachförderung immer an den individuellen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler anknüpft und dies bei der Bereitstellung der entsprechenden Materialien berücksichtigt werden muss.

Da Sprachförderung auch als soziales Lernen zu verstehen ist, kommt der persönlichen Beziehung zwischen der Lehrkraft und den Schülerinnen und Schülern ebenfalls eine große Bedeutung zu. Für die konkrete personelle Besetzung bedeutet dies, dass in erster Linie Lehrerinnen und Lehrer aus Team 5 und 6 eingesetzt werden.

Der im 5. Jahrgang durchzuführende Duisburger Sprachstandtest ermöglicht eine Einschätzung des Sprachstandes der Schülerinnen und Schüler und eines entsprechenden Förderbedarfs in den Kategorien Hörverstehen, Leseverstehen, Grammatik, Satzbau, Rechtschreibung und Wortschatz. Ergänzt wird dieser Test durch einen Re-Test am Ende des Schuljahres und bei Bedarf durch die Hamburger Schreibprobe.

Die Förderung und Forderung der Schülerinnen und Schüler erfolgt in den Kursen:

– LRS
– Wortschätze
– Sprache und Mathematik
– Kreativer Umgang mit Sprache

Die LRS-Förderung wird bis zur Jahrgangsstufe 10 fortgesetzt.

In der 5. Jahrgangsstufe bieten wir darüber hinaus eine Basis- Förderung an. Dieser Förderkurs nimmt den Prozess des Lernens in den Blick und zielt auf die Vermittlung von grundlegenden Lern- und Arbeitskompetenzen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine zusätzliche Förderung in den Bereichen „Organisation und Strukturierung der schulischen Arbeit“.

Präambel
Die Anne-Frank-Gesamtschule setzt sich das Ziel, für alle Schülerinnen und Schüler,  ausgehend von individuellen Lernausgangslagen, ein angemessenes Lern- und Lebensumfeld anzubieten. Vor dem Hintergrund einer inklusiven Schulgestaltung soll hierbei entsprechend der räumlichen und personellen Ausstattung ein bestmögliches Bildungsangebot unter Berücksichtigung der individuellen Unterstützungsbedürfnisse gestaltet werden. Die gemeinsame Beschulung von Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderungen verstehen wir hierbei als Chance und Herausforderung, allen Kindern und Jugendlichen einen Bildungsweg frei von Stigmatisierung zu ermöglichen. Weiterhin betrachten wir die inklusive Schulgestaltung als einen progressiven Prozess, der sich flexibel auf neue Rahmenbedingungen einstellt. Dabei muss das sich kontinuierlich ändernde Schüler*innenklientel und die sich ändernden rechtlichen Grundlagen Berücksichtigung finden.

Diagnostik
Durchführung einer Eingangsdiagnostik für alle Schüler*innen (Duisburger Sprachstandstest und Salzburger Lesescreening)
* Bei der Vermutung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs: Beratungsgespräche, evtl. erste Intelligenzdiagnostik (CFT 20) Erstellung einer Antragsbegründung zur Überprüfung des sonderpädagogischen Förderbedarfs durch die Klassenlehrer*in nach Absprache mit Eltern, Schüler*in, Abteilungsleitung und der zuständigen Sonderpädagogin
* Durchführung der Überprüfung des AO-SF´s (Gutachtenerstellung durch Sonderpädagog*innen, Abschlussgespräch, Ergebnismitteilung an die Bezirksregierung = Entscheidungsträger)
* Elemente der sonderpädagogischen Gutachten: Anamnesegespräche, Intelligenzdiagnostik (SON-R, CFT), entwicklungstherapeutische Überprüfung (ELDiB), psychologische Prüfungsverfahren (Angstfragebogen, Anstrengungsvermeidungstest) Überprüfung mathematischer und sprachlicher Kompetenzen, Einbezug schulexterner Berichte (schulärztliche Gutachten, Praxisberichte etc.), informelle Überprüfungsverfahren, bei Bedarf Einbezug weiterer Gutachter*innen
* Im Rahmen der jährlichen Überprüfung können diagnostische Verfahren zur Entwicklungsdokumentation wiederholt durchgeführt werden. Ggf. wird ein Antrag auf Aufhebung des Förderbedarfs gestellt.

Unterricht
– Die Beschulung der Schüler*innen mit sonderpädagogischen Förderbedarf erfolgt im Klassenverband.
– Für jede Kasse gibt es eine/n zuständigen Sonderpädagogin/en
– Der Unterricht in den Fächern Mathematik und Deutsch erfolgt in Lernzeiten.
– Die „Lernzeit intensiv“ findet als Lernbüro mit Möglichkeit zur individuelleren Unterrichtsgestaltung statt: kleinere Lerngruppe, Betreuung durch Sonderpädagog*innen
– Bei Bedarf: Angebot differenzierter Unterrichtsmaterialien (zieldifferent ausgerichtete Lernmodule, alternative Lehrwerke)
– Möglichkeit zur zieldifferenten Leistungsüberprüfung im Förderschwerpunkt „Lernen“
– regelmäßiger Austausch zwischen Fachlehrer*innen und Sonderpädagog*innen
– Nachteilsausgleich

Förderschwerpunkte
Entsprechend der Ausbildungsordnung für die sonderpädagogische Förderung des Landes NRW werden an der AFG derzeit Schülerinnen und Schüler mit folgenden Förderschwerpunkten beschult: – Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation – Förderschwerpunkt Sehen – Förderschwerpunkt Sprache – Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung – Förderschwerpunkt Lernen – Förderschwerpunkt körperliche/motorische Entwicklung
Im Förderschwerpunkt Lernen erfolgt die Leistungsbewertung in den Zeugnissen durch individuelle Lernberichte. Ein Abschluss im Bildungsgang des Förderschwerpunktes Lernen ist möglich.

Förderplanung
Grundlage der sonderpädagogischen Förderung ist der Förderplan. Dieser Förderplan wird für jede/n Schüler*in mit sonderpädagogischem Förderbedarf erstellt, kontinuierlich fortgeschrieben sowie mit Schüler*innen und Eltern thematisiert. Neben der aktuellen Lernentwicklung werden hier auch die relevantesten Informationen festgehalten, die für den alltäglichen Umgang mit den Schülerinnen und Schülern  im schulischen Kontext bedeutsam sind. Die Förderpläne sind für alle beteiligten Fachlehrer*innen transparent und einsehbar. In den Förderplänen werden folgende Lern- und Entwicklungsbereiche dokumentiert: – Lern- und Arbeitsverhalten – Emotionalität – Kognition – Kommunikation – Lebensgestaltung und Selbstverwirklichung – Soziabilität – Wahrnehmung – Bewegung
Weiterhin werden im Förderplan fachspezifische Entwicklungen festgehalten.

Beratung
Die AFG gewährleistet eine sonderpädagogische Beratung im Rahmen von Entwicklungs- und Anamnesegesprächen für: Eltern, Schüler*innen, Klassenlehrer*innen, Fachlehrer*innen.
Die Beratung für Schüler*innen ist in der regulären Stundentafel integriert. Darüber hinaus finden schulexterne Beratungsgespräche und weitergehender pädagogischer Austausch statt (KJP, Schule für Kranke, Praxen, Agentur für Arbeit, Ausbildungsinstitutionen, Integrationsfachdienst etc.)
Auf Wunsch können die Eltern bei Terminen mit Ärzten oder Therapeuten durch Förderschulkolleg*innen begleitet werden.
In allen relevanten Bereichen des Schulalltages und teilweise darüber hinaus, werden die Schüler*innen möglichst kontinuierlich begleitet.

Berufsvorbereitung
Die Berufsvorbereitung für die Schüler*innen mit sonderpädagogischen Förderbedarf beginnt regulär mit den anderen Schüler*innen in der 8. Klasse mit der Potentialanalyse und drei eintägigen Orientierungspraktika. Es schließen sich an:
– 4-wöchiges Blockpraktikum in Klasse 9
– Jahrespraktikum in der 10. Klasse
– Unterstützung bei allen Bewerbungsvorgängen zum Übergang in eine betriebliche Ausbildung oder in die Berufsschule Für Schüler*innen im Förderschwerpunkt Lernen wird im 9. Schuljahr über die Agentur für Arbeit die Teilnahme zur Überprüfung des Reha-Status in die Wege geleitet, welche bei positiver Entscheidung zur Teilnahme an einer Reha-Ausbildung berechtigt. In einer Reha-Ausbildung sind theoretische Ausbildungsinhalte reduziert und es besteht die Möglichkeit zu einer individuell ausgerichteten Förderung  beim Berufseinstieg. Teilnahmeberechtigt sind hierfür ausschließlich Schüler*innen, bei denen die RehaBerechtigung über die Durchführung einer psychologischen Eignungsuntersuchung (PSU) festgestellt wurde. Sollte hierbei positiv entschieden werden, findet die weitere intensive Beratung im Hinblick auf die Berufsvorbereitung durch die Agentur für Arbeit statt. Gebenenfalls können weitere berufliche Eingliederungsmaßnahmen über den Integrationsdienst oder die Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme initiiert werden.

Vernetzung
Als schulexterne Kooperationspartner fungieren u.a.:
Schulpsychologischer Dienst – KJP Düren – Rurkreisschule – Grundschulen des Kreises (z.B. durch regelmäßige Teilnahme am Lehrer*innensprechtag) – weitere schulexterne Institutionen

Weiterentwicklung der Inklusion
An dem Inklusionsprozess wird kontinuierlich weitergearbeitet, um der sonderpädagogischen Förderung aller Schüler*innen möglichst optimal gerecht zu werden. Hierzu werden folgende Maßnahmen ergriffen:
– Regelmäßiger Austausch im Rahmen der RL-GL-Runde zum Thema Inklusion (Gremium mit Regelschul- und Förderschulkolleg*innen).
– Begleitung durch das Kompetenzteam Aachen.
– Regelmäßige Teilnahme an Fortbildungsangeboten des Kreises zum Thema Inklusion.
– Gründung einer Inklusionsgruppe des Netzwerkes „Schulen im Aufbruch“.

Die Anne-Frank-Gesamtschule ist eine Ganztagsschule, das bedeutet, dass die Verweildauer an der Schule für alle Mitglieder deutlich länger ist, als an anderen Schulen. Es ist durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen und auch durch bloße Beobachtung vielen Menschen klar, dass es einen Zusammenhang zwischen Lebensführung und Leistungsfähigkeit gibt. Daher gehört es zu den Aufgaben der Schule, neben der Förderung der kognitiven Fähigkeiten der Kinder auch erzieherisch auf ihre körperliche Entwicklung zu achten. Ein wesentlicher Bereich ist hierbei die aktive Gesundheitserziehung der Kinder. Die Bedeutung dieser Zielsetzung führte dazu, dass sich die Anne-Frank-Gesamtschule dem Landesprogramm „Bildung und Gesundheit“ angeschlossen hat. Dadurch wird Kooperation und Vernetzung mit anderen Schulen des Netzwerkes und außerschulischen Partnern gewährleistet, die entscheidend sind für Synergieeffekte und Nachhaltigkeit. Im Rahmen dieses Netzwerkes wurde die Schule als „Gute gesunde Schule“ ausgezeichnet.

Arbeitskreis Gesunde Schule
Eine gesunde Umwelt trägt deutlich zur Verbesserung des “Schulklimas” bei, daher bemühen sich im Arbeitskreis „Gesunde Schule“ als Teilkonferenz der Schulkonferenz engagierte Kolleginnen und Kollegen, Eltern und Schülerinnen und Schüler, kritisch das Schulumfeld zu beobachten und wenn nötig Verbesserungsvorschläge zu machen.
Schwerpunktthemen sind: Gesunde Ernährung Unfallschutz und Gefahrenabwehr, Schule und Bewegung, Gewaltprävention und Mobbing, Tages- und Wochenstrukturen, Suchtprävention, Mensa.
Neben dem Elternhaus bestimmt vor allem die Schule bei den Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein für die Auswahl und die Qualität von Nahrungsmitteln und die Entwicklung einer Esskultur. Das Essensangebot berücksichtigt die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler. So beinhaltet das Tagesangebot immer ein vegetarisches Essen. Alternative, regionale und saisonale Produkte werden ebenso berücksichtigt wie internationale Speisen. Seit dem Schuljahr 2010/2011 steht für den Erwerb von Speisen und Getränken in der Mensa und in der Cafeteria ein bargeldloses Bestell- und Abrechnungssystem zur Verfügung. Damit ist es z.B. möglich, alle Komponenten des Mittagsangebotes einzeln zu bestellen, und bestimmte Produkte aus dem Cafeteriabereich zu sperren. Das Cafeteria- und Mensaangebot wird regelmäßig überprüft und evaluiert. Zu diesem Zweck werden Personal und Pächter der Mensa und Cafeteria regelmäßig zur Evaluation in den Arbeitskreis „Gesunde Schule“ eingeladen.

Der Klassenrat ist ein festes Element im Stundenplan der Jahrgänge 5-10. Hier werden aktuelle Themen, die die Schule, die Klasse und/oder die Schülerinnen und Schüler betreffen, in einer demokratischen und eigenverantwortlichen Form besprochen. Lehrer/-innen und Schüler/-innen sind gleichberechtigte Partner. Indem die Schülerinnen und Schüler ihre Angelegenheiten mit Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer eigenverantwortlich regeln, können sie Selbst- und Sozialkompetenz entwickeln, demokratische Kommunikationsformen und Entscheidungsfindung üben und praktisch anwenden. So trägt der Klassenrat zur Entwicklung einer demokratischen Kultur in der Schule und zur Entwicklung demokratischer Kompetenzen bei. Der Klassenrat ist auch eine institutionalisierte Form, um zwischenmenschliche und emotionale Probleme zu besprechen und zu lösen. In Verbindung mit evtl. definierten Sozialzielen können Lehrer/-innen den Schüler/innen am praktischen Beispiel gängige Kommunikationsmodelle und Wahrnehmungstheorien erläutern und bei den Schüler/-innen die Fähigkeit fördern, emotionales Befinden zu artikulieren.

„Schule (er)lebt Forschung“

Seit 2010 läuft das Pilotprojekt „Schule (er)lebt Forschung“, eine Kooperation zwischen der AFG und dem Schülerlabor „JuLab“ des Forschungszentrums Jülich. Ziel des Projektes war und ist es, Schülerinnen und Schüler nachhaltig für Naturwissenschaften zu begeistern. Im Vordergrund steht das selbstständige Experimentieren und praxisorientierte Erarbeiten schulischer Lerninhalte. Eine Besonderheit des Projektes ist die enge Verknüpfung von Schule und Forschung. An regelmäßig stattfindenden Experimentiertagen können Schüler aller Biologiekurse der Jahrgangsstufe 11 sowie der Biologie-Leistungskurse der Jahrgangsstufen 12 und 13 im JuLab Experimente zu aktuellen Forschungsthemen selbstständig durchführen.

Um den Schülerinnen und Schülern einen besonders intensiven Einblick in die aktuelle naturwissenschaftliche Forschung zu ermöglichen, finden ausgewählte Labortage in der authentischen Lernumgebung des JuLab statt. Zum jeweiligen Thema passende Exkursionen in Institute des Forschungszentrums Jülich ermöglichen den Schülerinnen und Schülern Einblicke in den realen Forschungsalltag und Begegnungen mit Wissenschaftlern, die an hochaktuellen naturwissenschaftlichen Themen forschen. Gespräche mit Fachleuten vor Ort zeigen gleichzeitig auch die berufliche Vielfalt im MINT-Bereich auf. Somit bietet das Projekt neben der Erarbeitung von Inhalten des Schulcurriculums gleichzeitig auch Einblicke in unterschiedliche Ausbildungs- und Studienbereiche sowie eine realistische Berufsorientierung. So kann sogar möglichen Studien- und Ausbildungsabbrüchen aufgrund falscher Erwartungen vorgebeugt werden. Nicht zuletzt sollen die so erworbenen Kenntnisse die Schüler befähigen, sich eine eigene, sachlich fundierte Meinung zu aktuellen naturwissenschaftlichen Themen zu bilden.

Seit dem Schuljahr 2012/2013 wird auch der Unterricht der Jahrgangsstufe 11 in der Schule in Kooperation mit dem JuLab durchgeführt. Dabei wurde ebenfalls der Schwerpunkt auf experimentelles Arbeiten gelegt, so dass eine noch bessere Verknüpfung zwischen den regelmäßigen JuLab-Besuchen und dem „normalen“ Unterricht erzielt werden konnte. Dazu wurden Experimente zusammengestellt, die jeder Schüler/jede Schülerin im Laufe der Jahrgangsstufe 11 durchführt und auswertet. Zu diesem Zweck erhalten die Schülerinnen und Schüler in Kooperation mit dem JuLab erarbeitete Versuchsanleitungen und Auswertungshilfen. Durch die in der Vergangenheit geleistete finanzielle Unterstützung von RWE Power und Dank des Konjunkturpaketes (II) konnte auch das Biologie-Labor an der AFG mit neuen Geräten ausgestattet werden. Die Erweiterung der Schulausstattung mit modernen Geräten ermöglicht somit die Weiterführung des projektorientierten Arbeitens mit hohem Praxisanteil auch in der Schule – also vor Ort – auf hohem Niveau. 
Zudem kann das Labor auch von anderen Jahrgangsstufen genutzt werden, so dass Schüler und Schülerinnen frühzeitig an (natur-) wissenschaftliches Arbeiten herangeführt und dafür begeistert werden.
Im Juni 2012 konnten Schüler der NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze sowie Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Presse einen Teil des Projektes vorstellen. Bei der Auszeichnung des RWE Innovationszentrums Kohle zum „Ort des Fortschritts“ demonstrierten die Schüler eine Praxis-Präsentation zum Thema „CO2Umwandlung durch Mikroorganismen“.

Die Kooperation mit der AFG im Projekt Schule (er)lebt Forschung fand auch bei der Einweihung des Erweiterungsbaus des JuLabs im September 2013 durch T. Rachel (Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung) besondere Erwähnung und wurde als ein hervorragendes Beispiel für die Möglichkeit naturwissenschaftliche Bildung zu vermitteln gelobt. Das Projekt wurde regelmäßig wissenschaftlich begleitet evaluiert. Dies geschah durch einen Mitarbeiter des Soziologischen Instituts der RWTH Aachen. In der im Schuljahr 2011/12 durchgeführten umfangreichen Evaluation des Pilotprojektes bewerteten die Schülerinnen und Schüler das Pilotprojekt überwiegend positiv, und es konnten einige Verbesserungspotenziale aufgedeckt werden, die für das folgende Schuljahr umgesetzt werden konnten. Besonders positiv wird die Möglichkeit bewertetet, selbst experimentieren zu können. Neben einer Steigerung des Interesses am praktischen Arbeiten gaben die Schülerinnen und Schüler an, durch das Projekt neue Arbeitsgebiete/Berufe kennen gelernt und eine genauere Vorstellung davon bekommen zu haben, wie Naturwissenschaftler arbeiten. Zudem ist aufgefallen, dass die Schülerinnen und Schüler durch die Experimentiertage nun genauer und sorgfältiger arbeiten, selbstständiger geworden sind und sich die Teamfähigkeit insgesamt verbessert hat.

Das Besondere an diesem Projekt ist, dass Naturwissenschaften sowohl an der Schule als auch im Forschungszentrum Jülich erlebbar gemacht werden. Die Zusammenarbeit demonstriert so in beispielgebender Weise eine enge Verzahnung von Schule und Spitzenforschung. Die Ergebnisse der Evaluation des Pilotprojektes zeigen, dass das Lernen in so unterschiedlichen Umgebungen besonders nachhaltig für Naturwissenschaften motivieren kann.

An der fachlichen und didaktischen Ausarbeitung und Weiterentwicklung der Kooperation sind sowohl die verantwortlichen Lehrerinnen und Lehrer der Schule, als auch die naturwissenschaftlichen und didaktischen wissenschaftlichen Mitarbeiter des Schülerlabors des Forschungszentrums Jülich beteiligt. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist das Projekt durch die Teilnahme weiterer Schulen des Kreises Düren ausgeweitet und so das Synergiepotenzial weiter genutzt worden. Dabei übernimmt die AFG als Schwerpunktschule eine wichtige Vorreiterrolle. Um eine breite Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses zu erzielen, sind einerseits mobile Experimentierkoffer zusammengestellt worden, und anderseits ist auch angedacht, die gute Laborausstattung im Bereich Biologie auch anderen interessierten Schulen für die Durchführung des Projekts zugänglich zu machen und das Biologielabor der AFG für die Durchführung von Experimentiertagen zur Verfügung zu stellen.

Seit 2017 besteht die Kooperation zwischen der Anne-Frank-Gesamtschule und der „Volleyball Akademie Düren“. Die Akademie stellt einen Trainer zur Verfügung,  der in den 5. und 6. Klassen im Rahmen der Kulturschiene den Schüler*innen Volleyball spielerisch vermittelt. In den Jahrgangsstufen 7 -10 können die Schüler*innen im PU-Unterricht Volleyball als Unterrichtsfach wählen. Ziel ist es, dass die Schüler*innen Ende der Jahrgangsstufe 10 Volleyball auf fortgeschrittenem Niveau spielen können, Spielwettkämpfe selbstständig organisieren und Schiedsrichtertätigkeiten im komplexen Regelwerk übernehmen können. Außerdem ist die Teilnahme an Wettkämpfen, wie „Jugend trainiert für Olympia“ und Kreis- und Bezirksmeisterschaften wichtiger Bestandteil in allen Jahrgängen.
Seit Dezember 2017 ist die Zusammenarbeit mit der Volleyballakademie offiziell. Die AFG wurde mit dem Prädikat „Partnerschule des Volleyballsports“ ausgezeichnet.
Erste Erfolge der gemeinsamen Arbeit stellen sich auch schon ein. Beim Schulwettkampf „Jugend trainiert für Olympia“ wurden die Mädchen des Jahrgangs 2004 Kreismeister und qualifizierten sich für die Bezirksmeisterschaften. Besonders erfolgreich waren die Jungen und Mädchen des Jahrgangs 2005, die als Mixed-Mannschaft das Bezirksfinale für sich entscheiden konnten und zum ersten Mal am Landesfinale in Essen teilnahmen.
Aber auch Schüler*innen der AFG haben bereits den Weg zum Training in die Akademie und den DTV Düren gefunden. Beide Seiten profitieren von der Zusammenarbeit und freuen sich auf die weitere Kooperation, die in den kommenden Jahren sicherlich viele erfolgreiche Sportler*innen (und Schüler*innen!) hervorbringen wird.

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 nehmen alle Schülerinnen und Schüler zwei Stunden wöchentlich am Unterrichtsfach Kultur teil. Wählbar sind hier die folgenden Angebote:

Bläserausbildung * Stimmbildung * Darstellende Künste * Leseraum * Alltagsexperten * Volleyball

Die Bläserausbildung ist wie die Stimmbildung ein erweiterter Musikunterricht. In Zusammenarbeit mit der Musikschule Düren erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ein Blasinstrument zu erlernen. Zur Auswahl stehen Klarinette, Querflöte, Saxophon, Trompete, Posaune und das Euphonium. Bis zu den Herbstferien finden Schnupperkurse statt, nach den Herbstferien startet dann der verbindliche Unterricht. Das Wesentliche bei diesem Projekt ist, dass von Anfang an Wert darauf gelegt wird, im Ensemble zu spielen und als Team zu einem guten Ensembleklang zu gelangen. Von der 5. Klasse an treten alle Schülerinnen und Schüler in zwei Konzerten im Jahr (Weihnachtskonzert und Frühjahrskonzert) gemeinsam auf. Die Bläserausbildung und die Stimmbildung finden Fortsetzung im Profilunterricht.

Die Stimmbildung ist mehr als ein im AG-Bereich angesiedelter Schulchor. Natürlich steht (chorisches) Singen im Mittelpunkt der Arbeit – ob in kleinen Gruppen oder in einer größeren Chor-Formation. Auch Auftritte im schulischen Rahmen sollen im Kontext des Programms Stimmbildung realisiert werden. Zugleich geht es aber auch um eine systematische qualitative Arbeit an der (Sing-) Stimme der Schülerinnen und Schüler und um die Entwicklung und Festigung genereller musikalischer Kompetenzen, die über die Ziele des regulären Musikunterrichts hinausreichen.

In den „Darstellenden Künsten“ stellen Schülerinnen und Schüler Situationen, Gedanken, Gefühle, Fantasien und Vorstellungen mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln dar, z.B. durch Bewegungen, Körperhaltungen, Klänge, Töne und Texte. Ziel ist, dass sich alle als ganze Person einbringen und auf ein gemeinsames Ziel, z.B. eine Aufführung, ausrichten.
Zielsetzung des Leseraumes ist die Vermittlung und Erweiterung von Lesekompetenz und –Lesefähigkeit sowie der literarische Austausch. Neben dem zweistündigen Unterricht im Leseraum ist dieser auch als Mittagsangebot im Ganztag und für andere Projekte geöffnet.

Bei den Alltagsexperten steht das interkulturelle Lernen im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich kreativ mit Themen des täglichen Lebens wie z.B. Familie, Feste und Freizeit. Sie werden sich ihrer eigenen kulturellen Sozialisation bewusst, wagen den Blick in fremde Länder und Regionen, lernen über andere Kulturen und beschäftigen sich mit länderübergreifenden Aspekten des Zusammenlebens.

In den Volleyballgruppen besteht die Möglichkeit, unter fachkundiger Leitung eines Trainers der Volleyballakademie Düren Grundtechniken und Spielfertigkeiten kennen zu lernen und einzuüben. Ziel der Gruppen ist es, Spass beim gemeinsamen Bewegen und Spiel zu erleben. Wer diesen Bereich weiter intensivieren möchte, kann dies ab dem 7. Schuljahr im Profilunterricht Volleyball tun, wo die Möglichkeit besteht, in der Schulmannschaft zu spielen und darüber hinaus in der Volleyballakademie in einer Vereinsmannschaft zu trainieren.

Kooperation mit der Sparkasse Düren
Am 30. März 2017 hat die Anne-Frank-Gesamtschule im festlichen Rahmen des Frühjahrkonzertes ihre Kooperation mit der Sparkasse Düren ratifiziert und wurde somit KURS-Schule. Dadurch wurde eine schon seit Jahren gut funktionierende Zusammenarbeit im Bereich Berufs- und Studienwahlvorbereitung, aber auch in anderen Bereichen der schulischen Kooperation wie dem bargeldlosen Zahlungsverkehr der Schulmensa oder der finanziellen Unterstützung der schulischen Bläsergruppen, offiziell besiegelt.

Für jede Schülerin und jeden Schüler stellt sich früher oder später die Frage: Wo führt mich mein weiterer Weg hin? Wie geht es weiter nach der Schule? Diese Entscheidung war immer schon eine schwierige weil weitreichende Entscheidung, die angesichts einer immer komplexer werdenden Arbeitswelt zunehmend schwieriger wird. Über die KURS-Kooperation hat die Schule einen weiteren Lernpartner gefunden, der das vielfältige Programm der Schule zur Berufswahl- und Studienorientierung bereichert und ergänzt. Die Sparkasse bietet den Schülerinnen und Schülern einen umfassenden Einblick in berufliche Tätigkeiten im Banken- und Sparkassenbereich und lässt sich ergänzend in das bereits gut ausgebaute schulische Konzept zur vertieften Berufs- und Studienwahlorientierung einbringen.

So erfährt die Schule Unterstützung durch Bereitstellung von vielfältigen Unterrichtsmaterialien, der Möglichkeit einer Realsimulation durch die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern am Planspiel Börse, Unterricht zu konkreten Wirtschaftsthemen, und vielem mehr. Darüber hinaus können Betriebserkundungen und Bewerbungstrainings die Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung ihrer beruflichen Perspektiven unterstützen. Im Gegenzug bietet die Schule an, Unterrichtsergebnisse und Produkte aus den Bereichen Kunst, Kultur und Musik in den Sparkassenräumen auszustellen oder aufzuführen.

Kooperation mit Carl KRAFFT & Söhne GmbH & Co. KG
Am 12. September 2018 haben wir in einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Industrieunternehmen Carl KRAFFT & Söhne die zweite Kooperationsvereinbarung im Rahmen von KURS ratifiziert. Mit dem Unternehmen KRAFFT WALZEN haben wir nun einen weiteren kompetenten Partner an unserer Seite, der unser Spektrum der Berufswahlorientierung im gewerblich-technischen Bereich verstärkt.

Die Maschinenfabrik Carl KRAFFT & Söhne GmbH & Co. KG wurde 1870 als Eisengießerei und Maschinenbauunternehmen gegründet. Krafft ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit gut 130 Beschäftigen an zwei Standorten in Düren. Das Know-how aus dem Anlagenbau für die Papier- und Pappenerzeugung wurde seit 1980 auf die Herstellung von Walzen neu ausgerichtet und macht das Unternehmen als Spezialist für rotations-symmetrische Körper zu einem der führenden Hersteller in Europa.
Unseren Schülerinnen und Schülern werden durch die Kooperation vielfältige Angebote bereitgestellt, die sie in der individuellen Berufsorientierung unterstützen, wie zum Beispiel:
– Betriebserkundungen mit Vor- und Nachbereitung im Unterricht
– Besuch von Ausbildungsbotschaftern aus dem Betrieb, die interessierte Schülerinnen und Schüler über Ausbildungsberufe wie Zerspanungsmechaniker oder Industriemechaniker beraten
– Experten im Unterricht durch Auszubildende des Betriebes
– Teilnahme interessierter Schülerinnen und Schüler mit der Abschluss-Prognose HA 10 und FOR an Auswahltests des Betriebes in der Schule und anschließenden Bewerbungsgesprächen – Austausch von Materialien und Abgleich der Bedarfe von Schule und Betrieb in den Fachbereichen Mathematik, Physik und Technik
– Informationsangebot über den Betrieb und dessen Ausbildungsangebot für Eltern
– Möglichkeit für Schülerpraktika im Betrieb für die Jahrgangsstufen 9 und 10
– Möglichkeit zum Lehrer-Kurzpraktikum, etc.

Ein besonderes Anliegen der Anne-Frank-Gesamtschule als integrierte Gesamtschule besteht darin, die Möglichkeiten des Ganztages zu nutzen, um die Persönlichkeit des Einzelnen zu bilden. Im Zusammenleben und -arbeiten mit ganz unterschiedlichen Mitschülerinnen und Mitschülern lernen die Kinder, sich gegenseitig zu akzeptieren, zu unterstützen und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Der Gestaltung der Mittagsfreizeit kommt dabei eine wichtige pädagogische Bedeutung zu. Die Schülerinnen und Schüler können sich nach ihren persönlichen Bedürfnissen ausruhen, spielen oder unter Anleitung von Pädagogen ein Freizeitangebot der Schule nutzen, z.B. die Innen- und Außenspielbereiche nutzen, Sportangebote wahrnehmen, im Computerraum recherchieren oder im Technikbereich arbeiten und basteln. Sie bietet zudem vielfältige Möglichkeiten zu Gesprächen mit Mitschülerinnen und Mitschülern, den Lehrerinnen und Lehrern und der an der Schule tätigen Sozialpädagogin bzw. Integrationshelfer*innen. Für die einzelnen Angebote gibt es unterschiedliche Modelle der Betreuung. Einige werden gemeinsam von Lehrer/innen und Schüler/innen angeboten und im Rahmen des Mittagsangebotes gemeinsam betreut. Die Mensa bietet an 4 Tagen in der Woche täglich wechselnd 3 Essen an, eines davon ist grundsätzlich ein Veggie-Gericht. Es können auch einzelne Komponenten bestellt werden. Bestellung und Abrechnung erfolgen grundsätzlich bargeldlos. Die Cafeteria bietet für SII-Schülerinnen und Schüler ganztägig kleine Mahlzeiten an. Sie wird nicht nur zum Essen, sondern auch zum Gespräch rege genutzt. Der Schulgarten, gemeinsam von Eltern, Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen angelegt, bereichert mit seiner Ruhe und Artenvielfalt das Außengelände. Schülerinnen und Schüler betreuen im Rahmen eines Mittagsangebotes gemeinsam mit ihren Lehrern den Garten. Für den naturwissenschaftlichen Unterricht bietet der Garten die Möglichkeit zu intensiven Naturstudien. Der „Schulzoo“ mit seinen Mäusen ist insbesondere für jüngere Schülerinnen und Schüler ein Bereich, in dem Verantwortung und soziale Kompetenz eingeübt werden können.

Die Schülerinnen und Schüler planen und steuern an der Anne-Frank-Gesamtschule einen großen Teil ihres Lernprozesses eigenständig. Der Unterricht in den Fächern Mathematik und Deutsch aller Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I ist modular organisiert und verteilt sich hälftig auf Fachunterricht und Lernzeiten, in denen Schülerinnen und Schüler selbstständig und auf verschiedenen Schwierigkeitsstufen arbeiten und ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend gefördert und gefordert werden. Für jedes Modul erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Übersicht über die zu erlernenden Kompetenzen und die angebotenen Leistungsniveaus. Die Lernzeiten finden zweimal wöchentlich je 90-minütig statt. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden selbst, an welchem Tag sie in welchem Fach arbeiten. Außerdem wählt jede/r eigenverantwortlich ihr/sein eigenes Leistungsniveau.

Die Fachleistungsdifferenzierung wird somit ab Klasse 7 in den Fächern Englisch und Mathematik, ab Klasse 8 in Deutsch ohne äußere Differenzierung durchgeführt. Die Arbeit in den Lernzeiten Mathematik und Deutsch gewährleistet die individuelle Arbeit für jeden Schüler/jede Schülerin.

Ab Klasse 9 erfolgt in Deutsch, Mathematik und Englisch eine äußere Differenzierung in Grund- und Erweiterungskurse. In den Lernzeiten Mathematik und Deutsch wird jedoch weiterhin gemeinsam gearbeitet und gelernt. Fachlehrer/innen, Förderschullehrer/innen und Klassenlehrer/innen stehen den Schülerinnen und Schülern als fachliche Berater und Tutoren zur Seite.

Im Logbuch dokumentieren die Schülerinnen und Schüler ihren Arbeits- und Lernprozess. Sie setzen sich individuelle Ziele für die verschiedenen Fächer und reflektieren ihre eigene Arbeit. Lehrerinnen und Lehrer begleiten und kommentieren anhand des Logbuchs den individuellen Lernprozess. Darüber hinaus dient das Logbuch der Kommunikation mit den Eltern und als Grundlage für die Bilanz- und Zielgespräche an Elternsprechtagen und für die pädagogische Beratung.

Die fünftägige Jahrgangsstufenfahrt in der 8 nach London wird seit 2005 jährlich durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Gelegenheit, in London englische Kultur und ihre Menschen im ‚Original’ zu erleben und ihre jahrelang erworbenen Englischkenntnisse anwenden zu können. Typisch englische Sehenswürdigkeiten, englische Traditionen und Rituale wie z.B. ‚Changing of the Guards’ vor dem Buckingham Palace bringen ihnen England und seine Geschichte näher. Unterschiede u.a. in dem multikulturellen Bild Londons, dem Verkehr auf der ‚anderen’ Seite, dem U-Bahn-Fahren in 20 m Tiefe und den rote Postboxen zu entdecken, erweitert den Horizont und macht Landeskunde greifbar. Gemeinsamkeiten zu finden und festzustellen, dass bei aller Unterschiedlichkeit doch viele Übereinstimmungen vorhanden sind, gibt den Schülerinnen und Schülern das Gefühl von Sicherheit und Selbstbewusstsein, sich in dem Land, das sie seit der 5. Klasse kennen lernen, zurechtzufinden. Das Programm wird von den Schülerinnen und Schülern zum größten Teil selbst gestaltet, die Sehenswürdigkeiten selber erläutert und Erlebnisse und Eindrücke in einem Londontagebuch festgehalten. Power Point Präsentationen und die erstellten Tagebücher werden den anderen Jahrgängen vorgestellt.

Die in den Kernlehrplänen ausgewiesenen Kompetenzen setzen voraus, dass die Schülerinnen und Schüler über ein hohes Maß an Selbstständigkeit verfügen und eine Vielzahl von Lernmethoden und Arbeitstechniken beherrschen. Die Fachkonferenzen und Jahrgangsstufenteams haben sich unter Berücksichtigung ausgesuchter Lerninhalte auf Lernmethoden und Arbeitstechniken geeinigt, die darauf zielen, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Lernorganisation und ihrem Lernprozess zu unterstützen. In den Bereichen Lernorganisation, Informationsbeschaffung und –verarbeitung, Präsentation, Kommunikation, Kooperatives Lernen, Medienschulung und Sprachförderung wurden für jeden Jahrgang Lernmethoden und Arbeitstechniken festgelegt, die entweder eingeführt oder vertiefend geübt werden.

Den Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I stehen sogenannte Methodenkarten im Klassenraum zur Verfügung. Im Sinne der Transparenz und Nachhaltigkeit wird im Klassenbuch dokumentiert, welche Lernmethoden eingeführt und vertiefend geübt wurden.
Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II erhalten zu Beginn der Einführungsphase einen Methodenreader, mit dem sie die in der Sekundarstufe I erworbenen methodischen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten wiederholen, vertiefen und erweitern können. Im Fachunterricht werden verschiedene Methoden erarbeitet und eingeübt. Der Methodenreader bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, jederzeit auf diese Informationen zurückgreifen zu können

Die Mittagsfreizeit umfasst 60 Minuten und findet für alle Schülerinnen und Schüler zur selben Zeit statt. Die Gestaltung berücksichtigt die Zielsetzung der gemeinsamen Erholung und die unterschiedlichen Bedürfnisse nach Bewegung, Anregung, Austausch und Ruhe.

Im Freizeitbereich sind offene selbstbestimmte Formen von Erholung, Spiel und Bewegung und gebundenen Neigungsangeboten als Anregung zur selbstständigen Gestaltung von freier Zeit vorhanden.
Zur Verfügung stehen: – die „Spieleausleihe innen“ als Raum für freie Gesellschaftsspiele – die „Spieleausleihe außen“ , betreut durch Schülerinnen und Schüler – der Freizeitpavillon für die Jahrgänge 5-10 mit einer altersangemessenen Ausstattung: Küche, Kicker, Billard – Sportangebote wie Fußball, Badminton, Tischtennis in den Sporthallen – der Fitnessbereich in den Sporthallen – der Leseraum zum Schmökern – Rückzugsmöglichkeiten im Außenbereich (Schulgarten etc.) – Kreativangebote wie Zeichnen, Basteln, Schulküche – jährlich wechselnde Zusatzangebote – fest installierte Spielgeräte wie Tischtennisplatten und Basketballkörbe auf dem Außengelände – der Oberstufenraum für die Jahrgänge EF – Q2
Die Mensa (siehe dort) bietet vielfältige Möglichkeiten eines Mittagessens an. Zum Beginn der Klasse 5 werden die Schülerinnen und Schüler gezielt auf die Mittagsfreizeit vorbereitet. Sie erhalten in Anleitung durch die Pächterin der Mensa und in Begleitung ihrer Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer ein Mensatraining außerhalb der offiziellen Mittagspause, damit sie sich im neuen System besser zurechtfinden. Ergänzend stehen Eltern der neuen Schülerinnen und Schüler als zusätzliche Ansprechpersonen in der Mensa zur Verfügung. Ferner gehen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5+6 früher in die Mittagspause, um die Situation in der Mensa für sie ein wenig einfacher zu gestalten.

Elternvertretung
Das Ziel unserer Elternarbeit ist es, eine durch Information, Offenheit und Vertrauen geprägte Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten zu realisieren. Die Eltern an der Anne-Frank-Gesamtschule haben jederzeit die Möglichkeit, sich in wichtigen Einzelfragen mit den Klassenlehrer/innen, den Tutor/innen, den Beratungslehrer-/innen, der Sozialpädagogin und der Schulleitung auszutauschen und zu beraten. Die Eltern haben darüber hinaus verschiedene Möglichkeiten, das Schulleben aktiv mitzugestalten und an schulischen Entscheidungs- und Beratungsprozessen teilzunehmen und mitzuwirken. Über die formellen Mitwirkungsgremien gemäß des Schulgesetzes NRW hinaus besteht die Möglichkeit einer Mitwirkung im Ganztag und in ergänzenden Arbeits- und Gesprächskreisen. (Arbeitskreis Gesunde Schule, Mensaausschuss)

In der Eltern-Strukturgruppe stehen Austausch und Beratung zu Vorhaben im Rahmen der Schulentwicklung im Vordergrund. Wesentliche Aspekte des Schul- und Erziehungskonzeptes werden hier thematisiert. Zuletzt: > Veränderung der Tages- und Wochenstruktur > Evaluation des Wahlpflichtbereichs > Evaluation des Profilunterrichts > Einführung und Umsetzung der Lernzeiten > Konzeption der Module in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik > Konzeption des Logbuches > Vorbereitung und Organisation eines Elternabends zum Thema „Das Lernen lernen“


Der SchülerInnen-Rat der SchülerInnen-Vertreung (SV)  setzt sich aus Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgänge zusammen:
Gemeinsam mit ihren gewählten SV-Lehrerinnen und Lehrer arbeiten sie an unterschiedlichen Projekten mit dem Ziel, das Zusammenarbeiten und Zusammenleben aller am Schulleben beteiligten Personen angenehmer zu gestalten.
Laufende Projekte sind zum Beispiel:
– Analyse der Schulbus-Situation
– Müll-Vermeidung
– Schulkleidung – Bestellung und Verkauf. Die Arbeit am Projekt beinhaltet neben der Erfassung des Ist-Zustandes durch z.B. Umfragen eine Ideensammlung und eine Kommunikation mit den entsprechenden Gremien.

Der Profilunterricht ist ein zweistündiges, verpflichtendes Lernangebot für die Jahrgangsstufen 7 bis 10. Die Schülerinnen und Schüler erhalten hier eine individuelle Forderung und Förderung und eine berufliche Orientierung. Sie können ihre persönlichen Kompetenzen erweitern, persönliche Stärken ausbilden und ein persönliches Profil entwickeln.
Der Profilunterricht ist in sogenannten Lerrnfeldern organisiert, in denen verschiedene Kurse angeboten werden. Der Profilunterricht ist an ein Schulfach angebunden und wird auf dem Zeugnis benotet. Jede Schülerin und jeder Schüler muss sich für ein Lernfeld (Profil) entscheiden.  Der Profilunterricht läuft durchgängig von der Jahrgangsstufe 7 bis 10. Es gibt Kurse, die ein Jahr, zwei Jahre oder vier Jahre dauern.

  

Am Dienstag findet in der Jahrgangsstufe 10 fünfstündiger Fachunterricht im Block statt. An diesem Unterricht nehmen die Schülerinnen und Schüler teil, die in mindestens 3 Erweiterungskursen sind und die Gymnasiale Oberstufe II der Anne-Frank-Gesamtschule oder eine andere weiterführende Schule besuchen möchten.
Es werden vorbereitende Inhalte für den Unterricht der S II in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, NW und AW bearbeitet. Alle Fächer vermitteln vorrangig methodische Kenntnisse im Bereich wissenschaftlichen und selbstständigen Arbeitens. Zur Vorbereitung und Evaluation findet ein regelmäßiger Austausch mit dem Team Jg.10, ALII, ALIII, DL und der Tutorin Jg.11 statt. Unterrichtlich werden die Themenfelder bearbeitet, die inhaltlich unbedingte Voraussetzungen für ein erfolgreiches Arbeiten in der gymnasialen Oberstufe darstellen. Die Maßnahme wird regelmäßig evaluiert. Parallel dazu besuchen die Schülerinnen und Schüler, die nach der Klasse 10 in eine berufliche Ausbildung gehen möchten, jeweils dienstags einen Praktikumsbetrieb. Hier erwerben sie umfassende Einsicht in spezifische Ausbildungs- und Berufsfelder und betriebliche Zusammenhänge. Im Idealfall ergibt sich aus dem Praktikum sogar die Option auf einen Ausbildungsvertrag.

Übergang Grundschule – Jahrgangsstufe 5
– Teilnahme an Infoveranstaltungen der neuen Eltern und Kinder
– Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung für das neue 5er Lehrer -Team
– Beratende Teilnahme an Teamsitzungen
– Hilfestellung für die Kinder bei der Orientierung im neuen System
– Mitarbeit bei der Klassenorganisation – Hospitationen
– Beratung bei der sozialen Orientierung innerhalb der Klasse
– Beteiligung an Klassen- bzw. Jahrgangsprojekten

Schwerpunkte:
– gegenseitiges Kennenlernen
– Klassengemeinschaft
– sensitive Übungen
– Ruhe- und Entspannungstechniken
– Vereinbarung von Gesprächs- und Verhaltensregeln
– Sozialtraining
– kooperatives Konfliktlösungstraining

Einzelfallhilfe
– Einzelfallhilfe bei Schul-, Erziehungs- und Lebens-problemen
– Zusammenarbeit mit LehrerInnen und Eltern
– Vermittlung und Begleitung zu anderen Beratungsinstanzen
– Kooperation mit Jugendamt, Beratungsstellen und anderen Netzwerken der Jugendhilfe
– Hilfestellung beim Übergang von Schule zur Berufswelt
– Hilfen bei der Berufswahl
– Hilfen für Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss oder Perspektiven (Schulverweigerer)
– Beratung von Kollegeninnen und Kollegen
– Intervention bei Konflikten zwischen Schülern und Lehrern
– Mitarbeit in der „Beraterrunde“

Projekte
 -„An der Schwelle der Mündigkeit“ im 7./8.Jahrgang in Kooperation mit der Jugendgerichtshilfe und der Jugendstaatsanwaltschaft
– „Drogenprävention“ im 8. Jahrgang in Kooperation mit der Drogenberatungsstelle
– „AFG-Sozial-Aktiv“ im 9. und 10. Jahrgang
– „Aids-Prävention“ im
 9 Jahrgang in Kooperation mit der Drogenberatungsstelle
– „Verrückt? Na und!“ im 10. Jahrgang in Kooperation mit der „KETTE“
– „Trauer, Tod und Sterben“ in der 11. Jahrgangsstufe  in Kooperation
 mit dem ambulanten und stationären Hospiz

Freizeitgestaltung
– Organisation des Freizeitbereichs
– Planung und Durchführung von Freizeitangeboten
– Zusammenarbeit mit Jugendfreizeiteinrichtungen
– Zusammenarbeit mit der mobilen Jugendarbeit in der Stadtteilen

Gewaltprävention
– Konfliktmoderation
– Streitschlichtung
–  Ausgleichsgespräche zwischen „Täter“ und „Opfer“
– „No Blame Approach“: Intervention bei Mobbing

Englisch ist Pflichtfach ab der Jahrgangsstufe 5. Im Rahmen der Wahlpflichtentscheidung zum Beginn der 7. Klasse können sprachinteressierte und sprachbegabte Schülerinnen und Schüler Französisch als zweite Fremdsprache wählen. In der Jahrgangsstufe 9 ist Spanisch als dritte Fremdsprache vorgesehen. Für alle Schülerinnen und Schüler, die in der Sekundarstufe I (5-10)  keine zweite Fremdsprache gewählt haben, besteht die Möglichkeit, in der Einführungsphase (EF) der gymnasialen Oberstufe Spanisch oder – in Kooperation mit anderen Gesamtschulen – Französisch als neu einsetzende Fremdsprache zu wählen.

Der Arbeitskreis Sprache, bestehend aus  Kolleg/innen unterschiedlicher Fakulten und Jahrgangsstufen und der didaktischen Leiterin, entwickelt, plant, organisiert, koordiniert und dokumentiert in einer gemeinsamen Stunde pro Woche alle Maßnahmen und Projekte im Bereich der Sprachförderung.
Im Einzelnen: Leserechtschreibförderung – Lesen durch Hören – Leseraum – Autorenlesung – Tag des Buches – Vorlesewettbewerb – Vorlesetag – Sprachsensible Schule und sprachsensibler Unterricht – DemeK und QuisS – Fortbildung für den jeweils neuen 5. Jahrgang – Schulinterne Fortbildungsveranstaltungen zum Thema „Sprachliche und fachliche Bildung“ – Förder-und Forderkurse.

Zu Beginn der 5. Klasse wird der Duisburger Sprachstandtest durchgeführt, auf dessen Grundlage die Schülerinnen und Schüler gezielt internen Fördermaßnahmen zugewiesen werden. In kleinen Gruppen erhalten sie auf der Grundlage der individuellen Förderpläne in der 5. und 6. Klasse z.B. eine gezielte Leserechtschreibförderung. Eine regelmäßige Überprüfung ist u.a. mit der Hamburger Schreibprobe gegeben. Ergänzend tauschen sich die Fachlehrerinnen und Fachlehrer regelmäßig auf den Teamsitzungen über ihre Beobachtungen und Erfahrungen mit den jeweiligen Schülerinnen und Schülern aus. Etwaige Nachteilsausgleiche werden hier beraten bzw. gestellt. Ab der 7. Klasse erfolgt die LRS-Förderung parallel zum Unterricht.

Der Leseraum ist ein festes Angebot in der Kulturschiene der Jahrgänge 5+6 und in der Mittagsfreizeit. Hier haben die Schüler/innen die Möglichkeit, nationale und internationale Bücher zu lesen oder an Autorenlesungen teilzunehmen.
Am Tag des Buches und am Vorlesetag finden möglichst unter Beteiligung der gesamten Schulgemeinde unterschiedliche Aktionen und Projekte zur Lese- und Schreibförderung statt.

Das Bewusstsein, dass eine durchgängige sprachliche Bildung der Schülerinnen und Schüler maßgeblich für ihren Bildungserfolg und eine gelingende Integration ist, führte zur Teilnahme am QuisS-programm (Qualität in sprachheterogenen Schulen) und am Projekt „Sprachsensible Schul- und Unterrichtsentwicklung“.
Diese Projekte zielen darauf ab, Konzepte für die Umsetzung einer koordinierten, aufeinander aufbauenden Sprachbildung in Schule und Unterricht nachhaltig zu implementieren.um eine durchgängige sprachliche Bildung in allen Fächern zu erreichen. Der Arbeitskreis Sprache versteht es als seine Aufgabe, unterschiedliche Ideen und Konzepte für eine durchgängige sprachliche Bildung zu entwickeln und zu realisieren, QuisS Fortbildungsinhalte an das Gesamtkollegium weiter zu geben, Lehrkräfte für den Umgang mit sprachlicher Heterogenität zu sensibilisieren und zu einer Verbesserung der sprachlichen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler beizutragen. Lehrerinnen und Lehrer nehmen regelmäßig an entsprechenden thematischen Fortbildungen (z.B. DemeK) teil.

Als die Anne-Frank-Gesamtschule ihren Namen bekam, wurde sie in das Konzept eines dezentralen Mahnmals zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus der Stadt Düren einbezogen. Seit 1989 steht auf dem Schulhof der Schule eine Stele des Bildhauers Ulrich Rückriem und mahnt, als „Stein des Anstoßes“ an die Opfer des Nationalsozialismus.

Jedes Jahr am 9. November wird aus Anlass der Reichspogromnacht an der Schule eine Gedenkaktion durchgeführt. Am gleichen Tag finden Veranstaltungen an den anderen neun Stelen im Dürener Stadtgebiet statt. Die Idee dieser gemeinsamen Aktionen entstand bei der PAX Christi Gruppe in Düren und wurde von den Paten der Stelen gerne angenommen.

Gemeinsam ist allen Veranstaltungen die Durchführung mit Bürgern des Ortsteiles Mariaweiler, anderen Schulen und Mitgliedern der Schulgemeinde. Alle Aktionen entwickeln sich aus dem Unterricht und werden von Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrerinnen und Lehrern durchgeführt.
Die Betreuung und Koordination der Projekte und Veranstaltungen übernimmt jeweils das Team der 10. Jahrgangsstufe.
Nach Möglichkeit wird versucht, eine Verbindung zu anderen Projekten an der Schule herzustellen, z.B. zum Verein EWE oder zum „Bündnis gegen Rechts“.

Eine grundsätzliche pädagogische Übereinstimmung braucht, um wirksam werden zu können, eine feste Struktur. Die Anne-Frank-Gesamtschule ist von Anfang an als Team-Schule konzipiert und aufgebaut worden.
Zusammenarbeit im Team bedeutet, auf verschiedenen Ebenen als Gruppe im Prozess der Kommunikation gemeinsam zu guten Lösungen zu gelangen. Das setzt voraus, dass alle Beteiligten sich in der Gruppe mit ihren Fähigkeiten einbringen, dort kollegial zusammenarbeiten und gemeinsam gefundene Lösungen umsetzen.
Es gibt Teams in unterschiedlichen Zusammenhängen:

Das Klassenteam:
Je zwei Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer betreuen eine Klasse in der 5. und 6. Jahrgangsstufe. Durch ein intensives Sozialtraining zu Beginn der 5. Jahrgangsstufe versuchen die Kolleginnen und Kollegen, den Teamgedanken in die Klasse zu tragen und mit den Kindern eine Klassengemeinschaft aufzubauen, die bis zum Schulabschluss nach Klasse 10 bestehen bleibt. 

Das Jahrgangsteam:
Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer eines Jahrganges, unterstützt durch einige Fachlehrer/innen, bilden jeweils ein Team. In regelmäßigen Teamkonferenzen findet ein reger Austausch über fachliche und pädagogische Fragen statt. Hierbei unterstützen sich die Kolleginnen und Kollegen wechselseitig, planen gemeinsame Aktivitäten und suchen nach Lösungen für die oft schwierige Erziehungsarbeit. Das Team verfügt über eine hohe Selbständigkeit und organisiert viele Bereiche des täglichen Schullebens selbst.
In der Sekundarstufe II setzt sich das Team aus den Tutor/innen der Jahrgangsstufen EF, Q1 und Q2 sowie weiterer Fachlehrer/innen zusammen. Unterstützung erfahren die Teams dabei insbesondere durch die jeweiligen Abteilungsleiter/innen. 

Das Team der Teamsprecher/innen:
Die didaktische Leiterin lädt die Teamsprecherinnen und Teamsprecher einmal wöchentlich zur gemeinsamen Besprechung ein. Hier beraten die gewählten Sprecher und Sprecherinnen der Jahrgangsteams alle anstehenden Fragen mit der Schulleitung. Diese Gespräche garantieren den regelmäßigen Austausch und Kommunikationsfluss zwischen den einzelnen Jahrgangsstufen und der Schulleitung. Auch hier wird in einer offenen Kommunikation um einen gemeinsamen pädagogischen Konsens gerungen und gemeinsam am Prozess der Schulentwicklung gearbeitet.

Das Schulleitungsteam:
Die Schulleitung an der AFG versteht sich ebenfalls als Team. Zu diesem Team gehören: die Schulleiterin Uta Löhrer, der Stellvertreter Dr. Ralf Meyer, die didaktische Leiterin Swena Esser, die Abteilungsleiterin I (Jg. 5,6,7) Christiane Debus, der Abteilungsleiter II (Jg. 8,9,10) Michael Croé  und der Abteilungsleiter III (Jg. EF,Q1,Q2) N.N. In wöchentlichen Schulleitungssitzungen wird das Schulleben geplant und vorbereitet, systemische, strukturelle und pädagogische Entwicklungen vorbereitet,  begleitet, ausgewertet und abschließend beurteilt.

Ab der Jahrgangsstufe 7 haben alle Schülerinnen und Schüler neben dem Pflichtunterricht zwei Stunden Wahlpflichtunterricht.
Mit der Wahl des entsprechenden Faches können individuelle Schwerpunkte mit Blick auf Begabungen, Talente oder Berufswünsche gesetzt werden. In diesem Fach werden wie in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch schriftliche Arbeiten geschrieben.

   Fächer im Wahlpflichtbereich:

– Arbeitslehre mit den Schwerpunkten Technik, Hauswirtschaft, Wirtschaft
– 2. Fremdsprache Französisch
– Naturwissenschaften ( Biologie, Chemie, Physik)
– Darstellen und Gestalten (Kunst, Musik, Theater)

 

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